Rauchen?

Warum tust du das eigentlich?

Kann man doch mal fragen …

Und die Psychologin hat darauf drei Antworten:

1) Gewohnheit
Einige Zigaretten am Tag rauchst du einfach nur so weg, weil du es genau so seit Jahren oder Jahrzehnten machst. Wenn du dir jeden Morgen nach dem Aufstehen deinen Kaffee kochst und dazu die erste Zigarette rauchst, hat sich dein Körper nach ein paar Wochen an diesen Ablauf gewöhnt und ein Programm angelegt. Dieses Programm läuft dann bald automatisch ab: Aufstehen – Kaffee – Zigarette. Darüber musst du gar nicht mehr nachdenken, das macht dein Körper fast von allein. Allerdings wird er dann auch unruhig, wenn du dich auf einmal entscheidest ‘heute keine Zigarette’. Für diese automatischen Programme gibt es immer ‘Auslöser’. Das kann morgens der Kaffee sein, das können andere Raucher sein, das kann das aufgegessene Mittagessen sein, das kann das Bierchen abends sein, das kann das Warten an der Bushaltestelle sein …

2) Sucht
Im Gehirn verändern sich Nervenzellen, um mit dem Ansturm an Nikotin fertig zu werden. Diese Nervenzellen brauchen dann aber auch regelmäßig eine bestimmte Menge an Nikotin (oder eines sehr ähnlichen Ersatzstoffes). Bekommen sie dies nicht, kann es zu Entzugssymptomen wie Unruhe, Schlafstörungen oder Konzentrationsschwierigkeiten kommen. Solche Entzugssymptome beobachen Ex-Raucherinnen im Schnitt über 2 – 6 Wochen mit abnehmender Häufigkeit und Schwere. Manche merken sie aber auch gar nicht.

3) Positive Folgen
Du rauchst, weil du etwas davon hast, z.B. eine kurze Pause und Entspannung, Geselligkeit mit anderen Rauchern, Sicherheit, weil du dich an irgendwas festhalten kannst, das Gefühl von Freiheit, weil du etwas Unvernünftiges tust, die Zeit vergeht schneller, wenn du auf etwas wartest usw. … Diese positiven Folgen sind sehr subjektiv und in Hinblick auf die langfristigen negativen Folgen, die eintreten können, eigentlich lächerlich … aber psychologisch sind sie eben entscheidend, weil sie sofort eintreten. Nun ist es auch noch so, dass du dir vor dem Rauchen der nächsten Zigarette viel mehr von dieser Zigarette versprichst als sie dir dann tatsächlich bringt. Und sehr oft ist die positive Wirkung nichts weiter als das Stillen des Verlangens nach Nikotin.

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