Rauchen schädigt das Herz-Kreislaufsystem

Nicht ganz so bekannt wie die Lungenschäden ist der Anteil des Rauchens an Herzinfarkten und Schlaganfälle. Auch die periphere arterielle Verschlusskrankheit (das sogenannte Raucherbein) gehört in die Reihe der Herz-Kreislaufschäden, die durch das Rauchen hervorgerufen oder verschlimmert werden. Zu 90 % handelt es sich bei den Betroffenen der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit um Raucherinnen und Raucher. Da ist nicht viel Spielraum für “es trifft ja auch andere”.

Wie kommt’s?

Der Anfang all dieser schweren Erkrankungen sind Verhärtungen in den Blutgefäßen (die Arteriosklerose). Diese entstehen, wenn die innerste Schicht der Blutgefäße (das Endothel) geschädigt wird und sich daraufhin Fettmoleküle ablagern. Das setzt wiederum zwei Reaktionen in Gang. Es wandern erstens Immunzellen in die mittlere Schicht der Blutgefäße und werden dort in Schaumzellen umgewandelt. Zweitens werden Bindegewebsfasern produziert. Durch diese Prozesse entstehen sogenannte Plaques, die zur Verengung der Blutgefäße und damit zu einer mangelden Durchblutung führen.

Was kann nun der Zigarettenrauch dafür?

Nikotin bewirkt, dass sich die Muskulatur der Blutgefäße zusammenzieht, die Blutgefäße also verengt werden und damit der Blutdruck ansteigt. Die im Zigarettenrauch enthaltenen Kohlenmonoxid, Benzopyren sowie Glykoproteine schädigen das Endothel. Tabakrauch verändert die Zusammensetzung der Blutfette ungünstig: Die Menge am “bösen” LDL-Cholesterin wird erhöht und die Menge an “gutem” HDL-Cholesterin verringert. Der Tabakrauch erhöht die Menge des Blutgerinnungsfaktors Fibrinogen und verklumpt die Blutplättchen. Dadurch wird das Blut zähflüssiger und es können eher Blutgerinnsel entstehen, die die Blutgefäße verstopfen (Thrombose).

 

 

 

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